Burgenland: Versorgung im Sinne der Patient*innen: Patientenanwalt begrüßt neue Herzchirurgie 

vonRedaktion Salzburg
APRIL 23, 2026

Foto: Landesmedienservice Burgenland

Mag. Dr. Lukas Greisenegger: „Aus Sicht der Patientenanwaltschaft ist entscheidend, dass Patientinnen und Patienten rasch und verlässlich Zugang zu notwendigen Operationen erhalten, die Herzchirurgie in Oberwart schließt Versorgungslücke.“

In der aktuellen Diskussion rund um die Herzchirurgie in Oberwart bringt sich der burgenländische Patientenanwalt Lukas Greisenegger mit einer klaren Perspektive ein: Im Mittelpunkt müsse ausschließlich die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten stehen. „Aus der täglichen Praxis wissen wir, dass viele Menschen mit Herz-Erkrankungen mit erheblichen Wartezeiten und strukturellen Hürden kämpfen. Diese Rückmeldungen erreichen uns seit längerer Zeit und betreffen unterschiedlichste Eingriffe“, so der burgenländische Patientenanwalt, der die eigene Abteilung für Herzchirurgie in Oberwart ausdrücklich begrüßt. Gerade bei herzchirurgischen Behandlungen sei Zeit ein entscheidender Faktor. Die Rückmeldungen von Betroffenen unterstreichen das bestehende Versorgungsdefizit, die Gastpatiententhematik und lange Wartezeiten machen zusätzliche herzchirurgische Kapazitäten deutlich. Greisenegger: „Die Herzchirurgie in Oberwart schließt eine entscheidende Versorgungslücke.“

Auch konkrete Einzelfälle unterstreichen die Problematik: So wurde der Patientenanwaltschaft ein Fall geschildert, in dem eine Patientin mit akuter Herzproblematik im Notfall nicht in das geografisch nächstgelegene Krankenhaus gebracht wurde, sondern in ein weiter entferntes Spital transportiert werden musste, mit der Begründung, Gastpatientin zu sein. „Gerade in medizinischen Akutsituationen muss sichergestellt sein, dass ausschließlich medizinische Kriterien ausschlaggebend sind. Der Versorgungsauftrag im Gesundheitswesen sowie der Gleichbehandlungsgrundsatz verlangen, dass Patientinnen und Patienten unabhängig von Wohnort oder Zuständigkeiten rasch und bestmöglich behandelt werden“, betont Greisenegger. Da das derzeit nicht der Fall ist, spricht sich der Patientenanwalt klar für eine eigene herzchirurgische Abteilung in Oberwart aus.

Auch strukturelle Entwicklungen sprechen aus Sicht der Patientenanwaltschaft eine klare Sprache: Eine älter werdende Bevölkerung sowie die im Burgenland überdurchschnittlich hohe Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen zu einem wachsenden Bedarf an entsprechenden Eingriffen.

Die bestehenden Rückmeldungen, die bekannten Wartezeiten in großen Zentren sowie die demographische Entwicklung zeigen aus Sicht der Patientenanwaltschaft, dass jede Maßnahme, die zu einer Entlastung beiträgt, im Sinne der Patientinnen und Patienten ist. Lukas Greisenegger betont: „Es geht nicht um Standortfragen oder Zuständigkeiten, sondern darum, wie die Versorgung insgesamt verbessert werden kann. Wenn zusätzliche Angebote dazu beitragen, Wartezeiten zu verkürzen und den Zugang zu lebenswichtigen Eingriffen zu sichern, ist das aus Patientensicht zu begrüßen.“

Abschließend unterstreicht die Patientenanwaltschaft: „Unser Zugang ist klar – wir vertreten die Interessen der Patientinnen und Patienten. Und diese haben ein berechtigtes Interesse an einer zeitgerechten, qualitativ hochwertigen und gut erreichbaren medizinischen Versorgung.“

Quelle: Land Burgenland

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